Straßenverkehr und Verbesserungen

Bebauung der Klosterwiese – Segen oder Fluch für Breitbrunn?

Bre­it­brun­ner Bürg­er sor­gen sich. Bre­it­brunn am Ammersee ist ein wun­der­schön­er dör­flich­er Ort­steil von Herrsching. Viele Feriengäste ver­brin­gen hier ihren Urlaub weil sie hier noch das roman­tis­che Ländliche am See find­en. Die Bürg­er sor­gen sich jet­zt wegen der zu erwartenden mas­siv­en Verän­derung des Ortes durch ein pro­jek­tiertes riesen­großes Neubauge­bi­et in einem innen­liegen­den Außen­bere­ich im südlichen Orts­ge­bi­et. Das Kloster Urs­berg als Besitzer und die Gemeinde Herrsching wollen das Pro­jekt vorantreiben. Viele Bürg­er sor­gen sich wegen der mas­siv­en Zunahme des Verkehrs, um die Verkehrssicher­heit, die bere­its jet­zt sehr ern­ste Prob­lem­zo­nen in dem Wohnge­bi­et aufweist, sie sor­gen sich um die Lär­mzu­nahme, die Ver­min­derung der Wohn­qual­i­tiät, um den Ver­lust des Dor­fcharak­ters zugun­sten eines mas­siv­en Neubaupro­jek­ts (ca. 200 Neubürg­er). Keine Frage, wer aus ein­er Wiese Bauland umgewid­met bekommt sagt nicht Nein. Aber viele Bürg­er fra­gen sich, ob das der richtige Weg ist. Es gibt eine große Zahl von Neubaut­en und genehmigten Bauanträ­gen in Bre­it­brunn und Herrsching. Wird über den Bedarf hin­aus geplant? Stellt die Gemeinde starken Zuzug vor Schutz ihres her­rlichen ober­bayrischen Wohn-Land­schaftscharak­ters an ihren Seen?

33 000 qm Kloster­wiese.
Wir wollen die Wiese ret­ten.
So würde die See­blick­strasse ausse­hen.
Der innerörtliche Panora­mas­pazier­weg wäre ver­loren
So würde die Seestrasse ausse­hen. Für einen Gehweg fehlt der Platz.

Warum wer­den riesige neue Flächen ver­siegelt wenn der Eigen­tümer Leer­stände am Ort hat. Auch ein neuer Kanal muß noch gebaut wer­den. Die kün­fti­gen Bauher­ren hät­ten enorme Erschließungskosten für ihre Parzellen. Kinder leben gefährlich, für die jun­gen Fam­i­lien ist nicht ein­mal ein Gehweg geplant, max­i­male Bebau­ung hat Pri­or­ität.

Bebau­ungs­pla­nen­twurf 2019.

Die Pla­nung auf dem 33 000qm großen Are­al ist für min­destens 200 neue Ein­wohn­er in Bre­it­brunn (1655 Ein­wohn­er Stand 12/2018). Ein Ein­heimis­chen­mod­ell gibt es nicht. Das Kloster Urs­berg als Eigen­tümer will einige Parzellen vergün­stigt an Ein­heimis­che verkaufen. Für den Rest wer­den Mark­t­preise erzielt wer­den kön­nen. Da kommt schon sehr viel zusam­men. Die Preise pro qm liegen in der Region ab 1300 €, übri­gens in der Nach­barschaft wird aktuell ein Quadrat­meter in eng­ster Bebau­ung bere­its zwis­chen 2000€ und 2795 € ange­boten. Den­noch sind Grund­stücke eine inter­es­sante Gel­dan­lage für Reiche.

Den Flächen­fraß kön­nte man ver­hin­dern. Das wäre auch poli­tisch gewün­scht, beson­ders die Partei der Grü­nen appel­liert, neue Ver­siegelun­gen zu ver­mei­den und sie hat wieder einen neuen Geset­zen­twurf dies­bezüglich einge­bracht. Das Kloster Urs­berg kön­nte seine Immo­­bilien- Leer­stände in Bre­it­brunn klug nutzen. Mehrere kleine Neubau­vorhaben wür­den sich viel bess­er ein­fü­gen und wären zudem ortsverträglich­er als das pro­jek­tierte Mam­mut­pro­jekt, das bre­ite Ablehnung erfährt. Die kün­fti­gen Bewohn­er wären in ihrer gewohn­ten gewach­se­nen Struk­tur.

Herrlicher Baugrund an der Seestrasse Breitbrunn in Klosterbesitz

An der Seestrasse in Bre­it­brunn zwis­chen dem Mor­gen­stern­haus und dem St. Josef­sheim würde sich für ein­heimis­che Bauher­ren das ca. 2000 qm grosse, ruhige Grund­stück mit her­rlichem Blick anbi­eten. Das angren­zende St. Josefs Heim (im Plan rechts das L‑förmige Gebäude) ist nur noch bis Früh­jahr 2021 dem Land­kreis über­lassen und würde dem Kloster dann wieder zur Ver­fü­gung ste­hen z.B. für seinen eige­nen Bedarf. Quelle: Süd­deutsche Zeitung vom 25. Feb­ru­ar 2016 “Akt der Barmherzigkeit“https://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/breitbrunn-akt-der-barmherzigkeit‑1.2880482

Anlage der St. Josef­skon­gre­ga­tion in Bre­it­brunn bei Google earth

Angesichts des umfan­gre­ichen Grundbe­sitzes mit zahlre­ichen Gebäu­den in der sehr großen Anlage der St. Josef­skon­greg­tion Urs­berg am Stan­dort Bre­it­brunn stellen sich viele Bre­it­brun­ner die Frage, ob dort nicht aus­re­ichend Platz für schöne Woh­nun­gen für den Eigenbe­darf wäre?

Jahrelanger Baustellen-Terror mitten im Wohngebiet?

Ein­fahrt ins Wohnge­bi­et Bre­it­brunn

Bürg­er sor­gen sich auch wegen der Baube­las­tung

  • Aushub für 48 Wohnein­heit­en ca. 1600 Lkw’s (48 x 100 m² x 5 m tief = 24.000 m³ x 1,6 = 38.400 t Aushubmaterial/ 24 t pro Lkw = 1.600 Sat­telschlep­per) + son­stige Lkw’s kön­nen es über 2000 Großlaster sein
  • 15 Baukräne und mehr kön­nten nötig sein
  • Bauphase würde sich über Jahre streck­en

Wollen Sie das wirklich? Soll sich Breitbrunn durch ein Großprojekt so drastisch verändern?

Es ist noch nicht zu spät. Die Mit­glieder des Vere­ins Lebenswertes Bre­it­brunn e.V. kämpfen für den Erhalt der Kloster­wiese für uns und für kün­ftige Gen­er­a­tio­nen. Unter­stützen Sie uns und nehmen Sie Kon­takt mit uns auf!

Der Weg zum Sportplatz

Vom Winkel­weg zum Sport­platz Bre­it­brunn sind Fußgänger und Rad­fahrer an der Staatsstrasse 2067 nach Herrsching stark gefährdet. Schon 2011 hat der dama­lige Bürg­er­meis­ter-Kan­di­­dat und heutige Bürg­er­meis­ter Herr Schiller das Prob­lem erkan­nt und zuge­sagt, sich für einen Rad­weg von Bre­it­brunn über den Sport­platz nach Herrsching einzuset­zen.  Als ersten Schritt wür­den die Bre­it­brun­ner auch eine kleine Lösung, also einen sicheren Weg vom Ort zum Sport­platz begrüßen, der speziell Kindern eine gefahrlose Querung der Staatsstraße ermöglicht. 

Hauptstraße in Breitbrunn

Bre­it­brunn hat eine unüber­sichtliche Orts­durch­fahrt. Speziell für Kinder beste­ht eine erhöhte Gefährdung bei der Über­querung. Im Bere­ich der Bushal­testelle am Platzhirsch wäre ein Zebrasteifen oder eine Bedarf­sam­pel wichtig.

Die Gemeinde Herrsching hat ein Verkehrsgutacht­en erstellt in dem die ange­sproch­enen Prob­leme von Bre­it­brunn erkan­nt und doku­men­tiert wur­den. Die schwierige Verkehrssi­t­u­a­tion würde sich weit­er zus­pitzen, sollte die Kloster­wiese nach der jet­zi­gen Pla­nung bebaut wer­den.